Chile & Bolivien 6000er Bergexpedition

19 Tage Bergexpedition

1.Tag
Nach der Ankunft in Arica fahren wir zum Hotel. Danach haben wir Zeit, uns vom Flug zu erholen und die Hafenstadt auf eigene Faust zu erkunden. Im Anschluss gemeinsames Abendessen und Briefing mit der einheimischen Begleitmannschaft. Übernachtung im Hotel. (-/-/A)

2.Tag
Heute fahren wir durch das Azapa-Tal und besuchen das dortige San Miguel de Azapa Museum, wo wir ca. 7000 Jahre alte Mumien der Chinchorro-Kultur bestaunen können. Danach geht es weiter in das auf 3.500 m hoch gelegene idyllische Andenörtchen Putre. Auf dem Weg dorthin besuchen wir die Pucara de Copaquilla. Am Nachmittag unternehmen wir noch eine kurze Wanderung in Richtung Andensiedlung Socoroma. Höhenunterschied ca. 350 Hm im Abstieg. Gehzeit 1 Stunde. Übernachtung im Hotel in Putre. (F/M/-)

3.Tag
Am heutigen Tag erkunden wir die Umgebung von Putre etwas näher (3.500m) und wandern durch eine wunderschöne Landschaft vorbei an den „Pinturas Rupestres“ von Vilacaurani bis hin zur Quebrada Rio Lluta. Dabei begegnen wir Alpakas und Lamas und lernen auch die typische Flora dieses Landstrichs kennen. Am Abend lassen wir uns mit Alpakafleisch und Quiñoa kulinarisch verwöhnen. Höhenunterschied 600 Hm im Ab- und Aufstieg. Gehzeit ca. 6 - 7 Stunden. Übernachtung im Hotel in Putre. (F/LP/-)

4.Tag
Unsere heutige Wanderung führt uns von Putre aus in Richtung Nevados de Putre, wobei wir auf ca. 4.250 m hinauf wandern. Nach diesem ca. 5 stündigen Trekking durch die atemberaubende Altiplano Landschaft haben wir uns eine Entspannungsphase verdient. Wir fahren am späten Nachmittag auf 4.100m, wo wir in den Termas de Jurasi (Thermalquellen) den Tag erholsam ausklingen lassen. Höhenunterschied 750 Hm im Aufstieg. Übernachtung im Hotel in Putre. (F/LP/-)

5.Tag
Wir beginnen heute unser Trekking auf einer Höhe von 4.250m am Fusse des Vulkan Taapaca und werden nach einem Höhenunterschied von 750 Hm das erste Mal die 5000er Marke erreichen. Von dort oben werden wir dann einen atemberaubenden Ausblick auf das so anmutende Altiplano Hochland bekommen. Nach einem erholsamen Bad in den Thermalquellen kehren wir dann wieder nach Putre zurück. Gehzeit ca. 6 Stunden. Übernachtung im Hotel in Putre. (F/LP/-)

6.Tag
Nach dem gestrigen Tag gehen wir es heute etwas gemütlicher an. Wir fahren zum Salar de Surire, wo wir unsere Zelte für die kommenden 2 Nächte aufschlagen. Am Weg dorthin besuchen wir das Naturreservat Las Vicuñas. In dem herrlich gelegenen Naturreservat kann man sich an der reichlich vorhandenen Vogel- und Tierwelt gar nicht satt sehen. Vicuñas, Lamas, Alpakas, Ñandus und auch die rosaroten Flamingos haben dort einen idealen Lebensraum gefunden. Nach diesen kontrastreichen Eindrücken lassen wir den Tag gemütlich in den Thermalquellen – Termales de Polloquere auf 4.200m ausklingen. Übernachtung im Zelt auf 4.200m. (F/LP/A)

7.Tag
Wir werden heute ein Trekking auf den Cerro Chihuana (5.279m) unternehmen. Von dort oben bekommen wir dann einen umwerfenden Panoramablick auf den gesamten Salar de Surire. Nach diesem ergreifenden Trekking, das uns auch gleichzeitig zur Akklimatisation dient, kehren wir wieder in unser Camp zurück. Am späten Nachmittag machen wir es uns dann wieder bei einem Bad in den heissen Thermalquellen von Polloquere gemütlich. Höhenunterschied ca. 880 Hm im Auf- und Abstieg. Gehzeit ca. 5-6 Stunden. Übernachtung im Zelt auf 4.200m. (F/LP/A)

8.Tag
Heute Vormittag fahren wir in Richtung Guallatiri. Nach der aussichtsreichen Fahrt errichten wir am Fuße der Quimsachata-Berge auf 5100m das Basecamp für die Guallatiri- Besteigung. Der Nachmittag dient uns, um unsere Ausrüstung für den kommenden Tag zu überprüfen und zu packen. Am Abend wird uns dann eine gute kräftige Pasta für den nächsten Tag stärken. Übernachtung im Zelt auf 5.100 m. (F/LP/A)

9.Tag
Mit der Besteigung des Ostgipfels Vulkan Guallatiri (6.030m) steht heute wohl der erste bergsteigerische Höhepunkt unserer Trekking- und Bergreise auf dem Programm. Ganz zeitig in der Früh, noch bevor die Sonne die weissen Berggipfel in warme Rottöne hüllt, beginnt unser Aufstieg. Nach ca. 6-7 Stunden und ca. 930 Hm Aufstieg erreichen wir dann den so ersehnten Gipfel. Ein atemberaubender Ausblick und ein unbeschreibliches Glücksgefühl lassen uns schnell die Strapazen des Aufstiegs vergessen. Danach geht es wieder zurück in unser Base-Camp. Übernachtung im  Zelt auf  5.100 m. (Gesamtgehzeit 9-11h) (F/LP/A)

10.Tag
Der heutige Tag führt uns vorbei an den Thermen von Chiriguaylla in den 1970 gegründeten Lauca-Nationalpark, der von der UNESCO zum Biosphären Reservat erklärt wurde. Wir bestaunen den höchstgelegenen Vulkansee der Erde, den Lago Chungará (4.570m), in dem sich anmutig die Payachatas (Zwillingsvulkane) Parinacota (6.342m) und Pomerape (6.282m) widerspiegeln. Im Andendorf Parinacota besuchen wir dann noch die Andenkirche Parinacota, die wegen ihrer wunderschönen Fresken aus dem 18. Jahrhundert, auch über die Grenzen Chiles hinaus, bekannt ist. Übernachtung im Hotel in Putre (3.500 m). (F/LP/-)

11.Tag
Eine ca. 2 stündige Fahrt führt in das kleine Altiplanodorf Caquena. Nach der Ankunft im Basislager Rinconada (4500m) haben wir die Möglichkeit, durch das wunderschöne Bofedal von Caquena mit seinen Lama- und Alpakaherden zu wandern. Übernachtung im Zelt auf  4.500m. (F/LP/A)

12.Tag
Heute steigen wir über durchgehend feinsandigen Untergrund vulkanischen Ursprungs auf in unser Hochlager auf 5.180 m. Wir besprechen den kommenden Gipfeltag und nach einem frühen Abendessen geht es ab in den Schlafsack. Höhenunterschied 680 Hm im Aufstieg. Gehzeit 4-5 Stunden. Zeltübernachtung auf 5.180 m (F/LP/A)

13.Tag
Sehr zeitig in der Früh, noch bevor die ersten Sonnenstrahlen auf die Vulkankegel fallen, bahnen wir uns unseren Weg zum Gipfel. Stirnlampen weisen uns den Weg und die eisig kalte Höhenluft schneidet uns ins Gesicht. Langsamen Schrittes geht es über feinen Vulkansand und Gesteinsbrocken sowie auch manchmal durch unangenehme „Penitentes“ bergwärts, bis wir den so langersehnten Gipfel des formvollendeten Vulkans Parinacota erreicht haben.  Ein atemberaubender Panoramblick über die bizarre Altiplanolandschaft mit den Salaren und Lagunen ist der wohlverdiente Lohn für den anstrengenden Aufstieg. Danach steigen wir wieder bis in das Hochlager auf 5180m ab. (Gesamtgehzeit 12-14h, 1160Hm Aufstieg/1160 Hm Abstieg) Ü im Zelt im Hochlager. (F/LP/A)

14.Tag
Früh am Morgen steigen wir in ca. 3 Stunden ab zum Basislager Rinconada. Anschliessend verlassen wir Chile und fahren auf landschaftlich großartiger Strecke in das kleine Dorf Sajama zu Füßen des gleichnamigen Berges, der zugleich der höchste Gipfel Boliviens ist. Übernachtung im rustikalen, einfachen Hotel bzw. Gästehaus in Tomarapi auf 4.250m. (F/M/A)

15.Tag
Obwohl der Gepäcktransport bis ins Basislager durch Maultiere erfolgt, kann der Aufstieg ins Sajama-Basislager bei meist sengender Sonne ganz schön schweißtreibend werden. Wir steigen heute, ausgehend von 4.430m, in das Sajama Base-Camp auf. Höhenunterschied ca. 400 Hm im Aufstieg. Gehzeit ca. 2 Stunden. Zeltübernachtung auf 4.800m. (F/LP/A)

16.Tag
Heute geht es ins Sajama-Hochlager bis auf 5.680m. Der Aufstieg bekommt nun richtig hochalpinen Charakter und je nach Verhältnissen ist in der abschließenden Steilrinne hinauf zum Lager ggf. sogar Fixseilsicherung erforderlich. Zum Lohn für alle Mühen erwartet uns dafür vom Hochlager aus ein phantastischer Blick auf das Umland. Höhenunterschied  880Hm im Aufstieg. Gehzeit 4-5 Stunden. Zeltübernachtung (5.680m). (F/LP/A)

17.Tag
Fast 1000 Höhenmeter sind am heutigen Gipfeltag zu überwinden. Zunächst geht es recht steil bergan, je nach Verhältnissen ist teilweise nochmals Fixseilsicherung angebracht. Später legt sich das Gelände zurück und schließlich erreichen wir den höchsten Punkt Boliviens, der natürlich einen perfekten Rundumblick bietet. Der Abstieg führt noch am gleichen Tag hinunter bis ins Basislager. Zeltübernachtung (4.800m). (Gehzeit ca. 10-12 Stunden, 860Hm Aufstieg/1740Hm Abstieg) (F/LP/A)

18.Tag
Nach dem Abstieg vom Basislager und einem schmackhaften Mittagessen in Sajama fahren wir wieder über die chilenische Grenze zurück in die Hafenstadt Arica, dort wo alles begonnen hat. Am Nachmittag haben wir dann Zeit, um letzte Einkäufe zu machen oder auch uns die Zeit am Strand zu vertreiben. Am Abend treffen wir uns dann zu einem Abschiedsabendessen mit unserer einheimischen Begleitmannschaft. Es wird wohl noch einige Tage brauchen, bis wir dieses aussergewöhnliche Natur- und Bergerlebnis verarbeitet haben. Übernachtung im Hotel in Arica. (F/-/A)

19.Tag
Transfer zum Flughafen. (F/-/-)

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